Info

Das Henry-Dunant-Museum umkreist als weltweit einziges Museum das Leben und Wirken des visionären Initianten des Internationalen Roten Kreuzes und der Genfer Konventionen. Henry Dunant (1828–1910) verbrachte die letzten 18 Lebensjahre in Heiden. Das Appenzeller Dorf mit seiner klassizistischen Architektur war damals ein international bekannter Kurort. Hier hat er seine Memoiren verfasst. Auf 800 m. ü. Meer, mit Blick auf den Bodensee und über Grenzen hinweg hat er seine Ideen für eine friedlichere Welt und einen Internationalen Gerichtshof weiterentwickelt. In Heiden hat er 1901 die Mitteilung erhalten, dass er als Erster mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werde. Das ihm gewidmete Museum ist im Gebäude untergebracht, in welchem Dunant als zurückgezogener Pensionär bis zu seinem Tod am 30. Oktober 1910 gelebt hatte.



Hausgeschichte

Der 1. Oktober 1874 war für das Appenzeller Vorderland ein grosser Tag: Das Bezirkskrankenhaus Heiden öffnete als erstes Spital im Appenzellerland seine Pforten. 1892 bezog Henry Dunant als Pensionär ein Zimmer im 2. Stock des klassizistischen Gebäudes. 1998 wurde in den Parterre-Räumlichkeiten des ehemaligen Bezirkskrankenhauses das Henry-Dunant-Museum eröffnet.


Vision

Ausgehend vom Leben des IKRK-Initiators ermöglicht das Henry-Dunant-Museum die Auseinandersetzung mit Menschenrechten, mit dem Völkerrecht, mit Frieden und Demokratie. Unter der Co-Leitung von Kaba Rössler und Nadine Schneider wendet sich das Museum näher der Gegenwart zu und soll sich zu einem interdisziplinären Ort des Dialogs entwickeln. Künstlerinnen, Literaten und Musikerinnen, Spezialistinnen und Experten aus Rechts- und Sozialwissenschaften, der humanitären Arbeit oder der interkulturellen Bildung sind eingeladen, gegenwärtige humanitäre Fragestellungen zu spiegeln. Alle physischen und digitalen Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen des Dunant-Museums haben ein gemeinsames Ziel: das humanistische Erbe zu reflektieren und weiter zu denken, damit dieses Gedankengut auch kommende Generationen erreicht.


→ Zur vollständigen Vision


Peace Bell

Vor dem Henry-Dunant-Museum, in einer Installation der St. Galler Künstlerin Lucie Schenker, schwebt ein aussergewöhnliches Objekt: die Peace Bell von Nagasaki. Es ist eine von weltweit 5 Kopien jener Angelus-Glocke, die den Atomabwurf vom 9. August 1945 auf die japanische Stadt fast schadlos überstanden hatte. Die prachtvolle Glocke, ein Geschenk aus Nagasaki, traf im März 2010 in Heiden ein. Seither wird jedes Jahr am 9. August mit dem Läuten der Friedensglocke im Rahmen einer öffentlichen Feier mit prominenten Gästen der Katastrophe von Nagasaki gedacht.


Sammlung

Eine lebensgrosse Gipsbüste von Henry Dunant, eine Silbermedaille mit dessen Porträt, eine Armbinde aus Leinen mit dem Emblem des Roten Kreuzes oder ein Brief aus der Feder von Dunant an Kaiser Napoleon III von 1867 – das Wirken und Leben von Henry Dunant wird im Museum dank Objekten und Archivalien fassbar.

Team

Team

Das Museum wird in Co-Leitung von Nadine Schneider und Kaba Rössler geführt. Unterstützt werden sie von einem engagierten Team. Projektbezogen werden Kooperationen eingegangen und die Zusammenarbeit mit Dritten gepflegt. Darüber hinaus sind Rössler & Schneider mit der Neuausrichtung des Museums und der Konzipierung einer zeitgemässen Dauerausstellung mandatiert.

Gesamtleitung
Projektleitung, Kuration Dunant Plaza
Museumssekretariat, Projektmitarbeit
Empfang, Information, Administration
Doris Baschnonga
Sandra Cubranovic
Monika Fasola
Blanca Juon
Barbara Metzger
Vermittlung
Doris Baschnonga
Andreas Ennulat
Maria Zünd
Verein

Verein

Die Gesellschaft vom Rothen Kreuz Heiden wurde am 27. Februar 1890 von Henry Dunant gegründet und von ihm als Ehrenpräsident mitgetragen. Nach Auflösung der kommunalen Rot-Kreuzgesellschaften und dem Zusammenschluss in kantonalen Organisationen wurde 1997 die Gesellschaft in Verein Henry-Dunant-Museum umbenannt. Bereits im Folgejahr konnte das Henry-Dunant-Museum in den Parterreräumen des ehemaligen Bezirkskrankenhauses eröffnet werden. Der steuerbefreite Verein hat das Ziel, das Andenken an Henry Dunant und seine Visionen lebendig zu halten. Mit Ausstellungen und Veranstaltungen werden humanitäre Werte in der heutigen Zeit vermittelt Trägerorganisation des Vereins ist das → Schweizerische Rote Kreuz Kantonalverband beider Appenzell .


→ Jahresbericht 2020

Jennifer Abderhalden
Hanspeter Spörri
Karin Weber
Delegierte des SRK beider Appenzell
Marlis Hörler Böhi
Delegierte aus dem Gemeinderat
Brigitt Mettler
Ehrenmitglied
John Böhi
Ethel Kocher († 2020)
Ehrenpräsident
Hermann Bergundthal
Henry Dunant († 1910)
Support

Support

Das Henry-Dunant-Museum wird wiederkehrend vom gleichnamigen Verein, von der Trägerin, dem Schweizerischen Roten Kreuz Kantonalverband beider Appenzell, und von der Gemeinde Heiden sowie der Kulturförderung des Kantons Appenzell Ausserrhoden finanziell unterstützt.


Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm wird projektbezogen von Stiftungen, Sponsoren und von privaten Gönnerinnen und Gönnern sowie vom Freundeskreis mitfinanziert.


Das Henry-Dunant Museum ist Teil der Plattform → Museen im Appenzellerland , die vom Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden getragen und betreut wird.

Dank für die Unterstützung des Programms 2019–2021:

acrevis Bank AG, Arnold Billwiller Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Lienhard-Stiftung, Max Bircher Stiftung, Metrohm Stiftung, Schwarzdorn Stiftung, Steinegg-Stiftung, Stiftung Heiden


Dank für die Unterstützung der Neupositionierung:

Paul-Schiller-Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Metrohm Stiftung, Dr. Fred Styger Stiftung, Stiftung Heiden, Gemeinde Heiden, SRK beider Appenzell, Kanton Appenzell Ausserhoden, Bertold-Suhner-Stiftung, Jolanda & Walter Maier Stiftung, Hans und Wilma Stutz Stiftung


Dank an die Persönlichkeiten des Matronats- und Patronatskomitees:

→ Mitglieder Matronats-und Patronatskommitee

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